"Patente Universität" - eine Kooperation mit der TUintern

Finden Wissenschaftler die Lösung für ein Problem, die einen bedeutenden Abstand zum Stand der Technik hat und auch noch gewerblich anwendbar ist, dann hat man es mit einer Erfindung zu tun. Seit 2001 betreibt der Servicebereich Kooperation Patente Lizenzen (KPL) der TU Berlin mit der ipal GmbH eine aktive Patentierungs- und Verwertungspolitik. Die Universitätszeitung TUintern stellt in loser Reihenfolge einige Erfindungen, Patente und Verwertungserfolge der TU Berlin vor. Die bisher erschienen Texte finden Sie hier.


 

Rastern und Rendern

3D- Bilder ohne Hilfsmittel direkt betrachten. Das war bisher Zukunftsmusik.  Unter anderem stellt das Interlace-Verfahren den derzeitigen Stand der Technik zur notwendigen Bildaufbereitung dar. Dieses Verfahren der "Bildverschachtelung" erzeugte aber bisher einige „Nebenwirkungen“, vor allen Dingen bei der Bildbetrachtung. So ist eine optimierte Wahrnehmung des 3D-Effektes nur von sehr begrenzten Standorten aus möglich. Mit der neuartigen VLR-Methode (virtual lenticular rendering) zur Bildaufbereitung von Dipl.-Ing. Dirk Stendel (ILAUP) sollen die Bilder mittels eines virtuellen Linsenrasters nun nicht mehr nachträglich verschachtelt, sondern in einem Arbeitsschritt beim Rendervorgang computertechnisch erstellt werden.  Diese Bilder können ohne Hilfsmittel direkt vor dem Auge räumlich betrachtet werden. In den bisherigen Experimenten zu seiner Promotionsarbeit konnte er bereits viele Vorteile seines Verfahrens aufzeigen: Optimiertes Handling (einfacheres Erstellen der Bilder), erhöhte Unabhängigkeit von Linsenrastergröße und Linsenform und vergrößerter Betrachtungsradius.

Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet.


 

Porenfrei verschalt - TUintern Mai 2008

ede Betonoberfläche ist ein "Spiegelbild" ihrer Schalung. Diese ist wesentlich für die Oberflächenqualität verantwortlich. Poren oder Lunkern, kleine Hohlräume, auf den Oberflächen der Betons sind oft beklagte Mängel in der Baupraxis. Die Industrie der Betonfertigteile sucht seit Jahren nach Lösungen. Einen Lösungsansatz könnte die Erfindung von Prof. Dr. Bernd Hillemeier und Dipl.-Ing. Ronny Stadie, Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung vom Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin, bieten:

Der Kontakt des Frischbetons mit der Schalungshaut führt normalerweise zu einer Luftporigkeit auf der Betonoberfläche beziehungsweise in den oberflächennahen Bereichen des Betons.

Die Wissenschaftler haben nun die Idee, eine poröse Schalungshaut zu schaffen, durch die Wasser und Luft dringt, die jedoch für den Zementleim undurchlässig ist. Ein großer auch finanzieller Vorteil liegt darin, dass Betons mit porenarmen Oberflächen auf diese Weise nicht über die Betonrezeptur optimiert werden müssen und so Kosten reduziert werden können. Weitere Vorteile sind unter anderem eine generelle Materialersparnis durch Wiederverwendung der Verschalung und deren leichte Reinigung.

Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet.


 

Von der Hefe zum Bio-Ethanol - TUintern April 2008

Fossile Brennstoffe sind limitiert und das Interesse an erneuerbaren Bio-Kraftstoffen hoch. Die Produktion von Bio-Ethanol aus der Biomasse heimischer Getreidesorten ist dabei State-of-the-Art. Rohstoffe stellen bei der Bioethanolproduktion einen entscheidenden Kostenfaktor dar und müssen daher möglichst effektiv unter Schonung der Ressourcen genutzt werden. Mit den entsprechenden politischen Entwicklungen in Europa, insbesondere der Biokraftstoff-Richtlinie 2003/30/EC, wird mit einer stark zunehmenden Nachfrage in den Ländern der EU nach Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien gerechnet.

Dem Team um Dr. Elke Nevoigt vom Fachgebiet Mikrobiologie und Genetik ist es gelungen, über eine Modifizierung von Hefezellen eine Ertragssteigerung um 6-7%  zu erreichen. Als positiver Nebeneffekt wird das Bei-Produkt Glycerol minimiert, was zusätzlich Kosten bei der Ethanolgewinnung einspart.

Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet.


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Der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet: Sieben lange Jahre haben die Forscher an der Technischen Universität gebaut, gerechnet und getestet, bis...

 

 

 

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