Technologie-Entwicklungs-Fonds investiert in Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung
In Zeiten, in denen schon jetzt jeder dritte Deutsche drahtlos und mobil mit dem eigenen Smartphone surft, ist klar, dass in den nächsten Jahren der weltweite Internetverkehr explodieren wird. Eine aktuelle Studie des IT-Riesen Cisco schätzt, dass die Zahl der angeschlossenen Geräte auf 15 Milliarden wachsen wird. Um den neuen Anforderungen zu begegnen, haben Prof. Dieter Bimberg und Prof. Nikolay Ledentsov an der Technischen Universität Berlin eine neue Methode gefunden, Übertragungsraten mit neuen Spitzenwerten zu erreichen.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Technologie-Entwicklungs-Fonds der Investitionsbank Berlin können nun die Forschungsarbeiten zur Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in Telekommunikationsnetzwerken fortgesetzt werden. Der Fonds investiert insgesamt 10 Millionen Euro in die Weiterentwicklung vielversprechender Erfindungen und finanziert notwendige Schritte auf dem Weg zur Anwendung. Jährlich werden Weiterentwicklungen von ca. vier bis fünf Projekten finanziert. Der Berliner Patent- und Technologievermarkter ipal übernimmt dabei die Projektsteuerung und -vermarktung.
Das Projekt für die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in optischen Zugangsnetzen wurde mit kürzlich erfolgter Vertragsunterzeichnung durch den Technologie-Entwicklungs-Fonds der Investitionsbank Berlin angekauft und bereits gestartet. Im Rahmen des Projektes, das auf einer Erfindung der Technischen Universität Berlin beruht, wird mit VI Systems, einem Berliner Unternehmen, das sich auf die Übertragung von ultrahohen Bitraten spezialisiert hat, in den nächsten zwei Jahren ein Prototyp des neuartigen Transceivers entwickelt. Solch ein Transceiver kann in der optischen Datenübertragung eingesetzt werden. Die neue Technologie ermöglicht kostengünstig sehr hohe Datenübertragungsraten von mehr als 25 Gbit/s. „Damit bietet diese Technologie die vielversprechende Möglichkeit, dem Bedarf nach immer höheren Übertragungsraten gerecht zu werden“, sagt Georg Schaefer, Director of Sales bei VI Systems.
„Die Relevanz und das große Potenzial waren Voraussetzung für eine Investition des Technologie-Entwicklungs-Fonds in notwendige Entwicklungsarbeiten. Insbesondere überzeugt uns, dass der Transceiver trotz der hohen Übertragungsrate spürbar weniger Energie verbraucht..“, sagt Dr. Wilhelm Reiß, Geschäftsführer der Fondsgesellschaft. Der Fonds sieht einen großen Vorteil in der Möglichkeit, die Erfinder und deren Know-how in die Entwicklung einzubeziehen. Die Projektsteuerung wird das Technologieentwicklungsteam der ipal GmbH übernehmen, das im Auftrag des Fonds das Projekt bereits evaluiert hat und dabei den möglichen Nutzen der Erfindung früh erkannte.
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